Akteure des Kommunikationsprozesses

Nach der heutigen Veranstaltung möchte ich mich der Art der Kommunikation sowie den Akteuren, die an dieser beteiligt sind, widmen.

Hierbei werde ich mich an der LASSWELL-Formel orientieren. Als Vorlesungsinhalt des ersten Semesters sollten alle meine Kommilitonen diese kennen. Trotzdem folgt jetzt eine kurze Erklärung für außenstehende Leser, falls es welche geben sollte?

Who says what in which channel to whom with what effect? (Wer sagt was in welchem Kanal zu wem mit welchem Effekt?)

Diese Formel wurde von ihrem Namensgeber Harold D. Lasswell im Jahr 1948 aufgestellt und dient den meisten Modellen der Massenkommunikation als Grundlage. Mit Hilfe ihrer werden die einzelnen Disziplinen der Medien- und Kommunikationswissenschaft beschrieben:

  • WER – Kommunikatorforschung
  • WAS – Inhaltsanalyse/Aussageforschung
  • KANAL – Medienanalyse
  • WEM – Mediennutzungsforschung
  • EFFEKT – Medienwirklungsforschung

Ich habe mich gerade mit der Fragestellung dieser Formel beschäftigt und versucht, sie auf den Kommunikationsprozess, den ich mir ausgesucht habe, zu beziehen:

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Ich habe mich auch gefragt, welche Art von Kommunikation bei meinem Prozess vorliegt. Grundsätzlich lässt sich Kommunikation in interpersonale (also direkt, face2face) und in die mediale (sprich indirekte, medienvermittelte) Kommunikation unterscheiden (vgl. Klare, 2010, S. 24).
Frindte (2001) unterscheidet beispielsweise zwischen Dialogischer Kommunikation und Massenkommunikation. Diesen beiden Arten von Kommunikation ordnet er bestimmte Eigenschaften zu:

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Quelle: Ternes, D.: „Kommunikation – eine Schlüsselqualifikation – Einführung in die wesentlichen Bereiche zwischenmenschlicher Kommunikation“; Junfermannsche Verlagsbuchhandlung, Paderborn (2008), S. 23

Dieser Einteilung nach könnte es sich bei der Zeichner-Fan-Kommunikation um eine Art der Massenkommunikation handeln, denn Zeichner kommunizieren ihre Bilder (oder auch anderes) indirekt bzw. durch Social Media (A2) öffentlich (C2) an ein disperses Publikum (D2). Bei der Eigenschaft B erweist sich die Zuordnung zur Massenkommunikation jedoch als schwierig, denn diese sollte zwar einseitig bzw. asymmetrisch (B2) sein, ist sie aber nicht. Künstler teilen ihre Bilder über Social Media, um Feedback, also Lob oder konstruktive Kritik, zu bekommen. Somit ist die Kommunikation zwischen Zeichner und Fan gegenseitig bzw. symmetrisch (B1). Ich denke, diese Eigenschaften sind das Besondere an Social Media-Kommunikation, denn diese ähnelt der Massenkommunikation, jedoch macht sie im Gegensatz zu dieser auch den direkten Kontakt zu den Fans möglich.

Was meint ihr? Was ist das Besondere an Social Media? Habe ich mit meiner Zuordnung recht oder habt ihr weitere Anregungen für mich? Ab in die Kommentare damit und bis zum nächsten Mal! 🙂

Quellen:

  • Frindte, W.: „Einführung in die Kommunikationspsychologie“; Beltz Verlag, Weinheim und Basel (2001)
  • Klare, J.: „Kommunikationsmanagement deutscher Unternehmen in China – Eine strukturationstheoretische Analyse Internationaler PR“; VS Verlag für Sozialwissenschaften, GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden (2010)
  • http://medienpsychologie.wikispaces.com/Lasswell-Formel (abgerufen am 11.11.2013)
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